6. Der Bach wird der Anfang des Weges sein |
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Eine weiße Taube flatterte Aurora auf die Schulter . Sanft rieb sie Ihren Kopf an ihrer Wange und ließ ein beständiges Gurren vernehmen . Aurora hörte aufmerksam zu und nickte. Der Bote hatte also seine Pflicht getan und die Reise der Kinder stand in Kürze bevor. Jetzt kam es alleine auf sie an, ob das Gute oder das Böse auf Erden die Oberhand gewinnen würde. Mit ihrem inneren Auge konnte sie die Kinder sehen . Diese standen gerade am Ufer des Baches und wußten nicht weiter. Laßt euch fallen, dachte Aurora ,doch die Kinder bewegten sich nicht. Wie konnte sie ihnen Vertrauen geben ,wenn sie keinen Einfluß mehr auf die Menschen hatte? Doch dann fiel ihr etwas ein. Rasch schritt sie vor die Hütte und blickte zum Mond. Mond, du mußt mir helfen! rief sie in den dunklen Nachthimmel. Wie? kam eine zartwabbernde Stimme zurück . Du mußt den Kinder das Urvertrauen schenken antwortete Aurora und der Mond wackelte wie eine rollende Kugel am Nachthimmel umher. Unmerklich schien er jetzt intensiver zu leuchten und die Kinder schauten automatisch zu ihm auf. Vertraut auf den Einen und lasst euch fallen! Der Mond lächelte bei diesen Worten den Kindern aufmunternd zu. Ich will doch nicht ertrinken , entfuhr es Mirko, doch der Mond lachte nur und sprach :Vertraut und glaubt! Damit verdunkelte er wieder sein Licht und die Kinder wußten, was von ihnen verlangt wurde. Sie ließen sich Hand in Hand in die Schwärze des Wassers fallen und bekamen die Macht und den Zauber des Schöpfers zu spüren. Auf geheimnisvolle Art und Weise erlebten Mirko und Jana die Reise durch den Fluss und wurden über einen Wasserfall durch die Morgenschlucht direkt in den Drachentränensee am Fuße des Heiligen Berges gespuckt. Aus einer tiefen Ohnmacht erwachend waren sie nun Gefangene des Heiligen Berges. Hier gab es kein vor oder zurück, es sei denn, sie würden durch den See zum Drachenwald schwimmen. Doch die Strecke war zu weit und das kalte Wasser hätte ihnen sofort die Kräfte genommen. Sie mußten durch den Stein ins Gebirge kommen, wie der Fisch es in seinem Gedicht gesagt hat. Doch nirgends war ein Weg oder eine Höhle zu entdecken. Aurora hob die Hände und rief, weise ihnen den Weg, denn sonst ist alles verloren! Noch tat sich nichts ! Würden die beiden den richtigen Weg jemals finden? |
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