7. Das Tor öffnet sich

Völlig verzweifelt suchten die Kinder nach einer Möglichkeit in den Berg zu kommen. Als Jana außer sich vor Angst war, hämmerte sie verzweifelt auf einen Felsen ein. Die Enttäuschung, hier schon am Ende ihrer Reise angekommen zu sein, machte sie hysterisch.

Plötzlich knirschte der mit quarzmaserungen durchzogene Fels unter ihren Händen und laut quietschend tat sich ein Spalt im Berg auf. Dieser verlief in einen feinen Haarriss in Richtung Bergspitze. Wie eine lange nicht mehr benutze Schiebetür hatte sich der Stein auseinandergeschoben und gab durch einen türbreiten Durchlass einen Einblick in sein tiefschwarzes Inneres frei. Ehrfurchtsvoll und erschrocken zugleich spähten die Kinder hinein, doch es war nichts zu sehen. Jana hatte furchtbare Angst und weigerte sich, von diesem schwarzen Loch verschluckt zu werden.

Wie durch ein Wunder fing der Gang sofort in einem zarten, grünlichen Licht an zu leuchten und lockte die Kinder hinein.
Ein schmaler Gang führte genau in das Herz des Berges und die Kinder schritten mutig voran.

Plötzlich ließ eine laute Explosion die Wände des Ganges erzittern und feiner Staub rieselte auf ihre Köpfe. So schnell sie konnten rannten sie vorwärts in den Berg hinein. Da erschütterte eine zweite, noch heftigere Explosion die Wände und löste einen gewaltigen Steinschlag hinter ihnen aus. Tief im Inneren wussten sie, dass der Rückweg nun für immer versperrt war und sie liefen um ihr Leben. Der Steinschlag endete so plötzlich, wie er begonnen hatte, aber das laute Hämmern von Presslufthämmer begleitete sie auf ihren Weg.
Als dann auch noch der Gang in eine Sackgasse mündete, verließ sie der Mut völlig. Müde und hoffnungslos sanken sie zu Boden und suchten verzweifelt nach einer Lösung für ihre aussichtslose Lage.

Aurora schlug sich die Hände vor die Augen. So durfte die Reise der beiden Kinder auf keinen Fall enden. Sie durften ihr Vertrauen in die Sache nicht verlieren, dass war von großer Wichtigkeit. Wie konnte sie ihnen nur helfen? Es war schrecklich, die Gabe des Sehens zu besitzen, ohne helfen zu können. Doch hier mussten sie ganz alleine die Lösung finden.

" Vertrauen und Glauben, Kinder!" rief sie ihnen zu. Wenn Jana und Mirko sie doch hören könnten! Aber ihre Stimme verhallte in der grünen Landschaft von Blumental.

Werden die beiden ihren Weg fortsetzen können?

.. Rätsel dieser Geschichte lösen?

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