11. Das Spiegellabyrinth |
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Aurora blickte Mirko zärtlich hinterher. Was für einen eisernen Willen dieser Junge doch besaß. Andere in seiner Situation hätten längst aufgegeben. Aber er hatte sie mit seinen großen, dunklen, von langen Wimpern umrahmten Augen angeschaut und sie hatte die Kraft und das Gute seiner Seele gespürt, wie eine frische Frühlingsbrise. Am liebsten hätte sie ihn in die Arme geschlossen, aber dafür war jetzt keine Zeit. Da stand er nun vor dem Glaskuppelpalast und stieg die Stufen zur Eingangstür hoch. Gleich war er aus ihrem Blickfeld verschwunden. Sie seufzte. Nur für einen kurzen Moment mußte Mirko sich wegen der vielen Menschen orientieren und dann entschied er sich für den Fahrstuhl. Bevor der Pförtner ihn aufhalten konnte, sprang er in den Nächstbesten und drückte den obersten Knopf. Oben angekommen, nicht wissend, genau vor der Bürotür von Rafki Gröwan zu sein, konnte er der Gefangennahme der Wachen nur knapp entkommen. Danach leitete ihn auf magische Weise der Stein mit dem Schlüsselsymbol . Diesen immer in der Hand haltend, fuhr er in den dreizehnten Stock, wo ihn sein Stein in eine bestimmte Richtung lenkte. Er öffnete eine Tür und befand sich am Anfang eines riesigen Labyrinths aus tausenden von Spiegeln. Beim Hineingehen stellte er fest, daß die Spiegel magische Kräfte besaßen und je nachdem auf welcher Seite man hineinblickte , einem einmal die Zukunft und einmal die Vergangenheit offenbart wurde. Gerade in dem Moment, als er anhand der Spiegel Janas Aufenthaltsort ermittelt hatte, stand plötzlich Rafki hinter ihm. Er drängte Mirko in einen toten Winkel des Labyrinths und als er ihm den Stein entreißen wollte , machten sich die Kräfte des Steines selbstständig. Sämtliche Spiegel explodierten und zersprangen in winzig kleine Scherben. Wie durch ein Wunder blieb Mirko unverletzt, aber Rafki lag ohnmächtig am Boden. Schnell floh Mirko aus dem Raum und setzte seine Suche nach Jana fort. Würde Rafki trotz seiner Verletzungen überleben? Er schüttelte den Gedanken ab. Wichtig war jetzt erst einmal die Rettung von Jana und deren Aufenthaltsort kannte er dank der Spiegel nun ganz genau. |
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