2. Unheil naht |
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Fünfzig Jahre sind seit dem Verschwinden der alten Kräuterkundigen vergangen. Die Globalisierung hat sich vollzogen und hunderttausende von Firmenzusammenschlüssen haben weltweit stattgefunden. Die Menschen führen keine Kriege mehr, dafür arbeiten sie Tag und Nacht, um diese riesige "Maschine" Weltwirtschaft am Laufen zu halten. Die Kinder werden fast ausschließlich in Internaten erzogen. Nur wenige gehen noch in richtige Schulen, da ihre Eltern keine Zeit mehr für sie haben. Neue Zivilisationskrankheiten sind entstanden und die Natur ächzt unter der Umweltbelastung und dem Ozonloch. Tierrassen sterben aus und die Pflanzenvielfalt verringert sich rapide. Einer der reichsten Menschen der Welt hat das erkannt und versucht mit seinem Geld zu retten, was noch zu retten ist. Als er eines Tages auf einer Kunstauktion eine uralte Schriftrolle ersteigert, traut er seinen Augen nicht. Hierauf wurde eine Geschichte überliefert, nach der ein heiliger Berg existieren soll. Dessen Gesteinsmaterial soll magische Kräfte besitzen und eine unglaubliche heilende Wirkung haben. Der Legende nach habe der Schöpfer selbst diesen Berg als Portal in unsere Welt gewählt, um ein Zeichen für die Menschheit zu setzen. Der Mann war begeistert und als er sah, dass dieser Berg nicht unweit der Stadt lag, in der er lebte, war seine Freude grenzenlos. Er gründete ein Labor, um die Gesteinssubstanz erforschen zu lassen und die fähigsten Forscher der Welt wurden eingestellt. Jahre vergingen, bis man feststellte, dass die Steine Gutes wie Böses bewirken konnten. Noch ehe der positive Nutzen herausgearbeitet werden konnte, wendete sich das Schicksal. In dieser Zeit wuchs das Unheil schon heran. Der Sohn des reichen Mannes war inzwischen erwachsen geworden und schielte mit einem Auge schon nach dem Stuhl des Vaters. Noch bemerkte keiner die angeborene Bosheit des jungen Mannes. Doch als der Vater starb, riss er alle Macht an sich und baute sein Imperium weiter aus. Er bestach Politiker, ermordete Widersacher, kaufte alle Trinkwasserreservoire auf, bis er die ganze Wasserversorgung in seiner Hand hatte. Doch zu dieser Zeit tat sich in einem anderen Teil des Landes eine Tür auf. Ein Junge und ein Mädchen wurden mit einem Augenzwinkern des Schöpfers bedacht, um den schrecklichsten Menschen dieser Welt zu stoppen. Der Anfang war getan. |
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